Die Stempel in Ihrem Schmuck verraten, aus welchem Edelmetall das Stück ist und wie rein das Metall ist. Die Zahl ist der Feingehaltsstempel, der angibt, wie viele Promille Gold oder Silber im Metall enthalten sind. 925 bedeutet also 925 Promille, oder 92,5 Prozent, reines Silber.
Stempel bei Silberschmuck
- 925: Sterlingsilber mit 92,5 Prozent Silber. Das ist heute der häufigste Stempel bei Silberschmuck.
- 835 und 800: Silber mit 83,5 bzw. 80 Prozent Silber, das man oft bei geerbtem Schmuck und Besteck findet.
- 830: älteres dänisches Silber mit 83 Prozent Silber.
Die restlichen Prozent sind meist Kupfer, das das Silber stabiler macht. Reines Silber ist nämlich zu weich für Schmuck, der im Alltag getragen wird.
Stempel bei Goldschmuck
- 333: 8 Karat Gold mit 33,3 Prozent Gold.
- 375: 9 Karat Gold mit 37,5 Prozent Gold.
- 585: 14 Karat Gold mit 58,5 Prozent Gold. Der häufigste Stempel bei Trauringen und Goldschmuck.
- 750: 18 Karat Gold mit 75 Prozent Gold.
Je höher die Zahl, desto mehr Gold enthält der Schmuck und desto tiefer und wärmer ist die Farbe. Der Rest der Legierung sind andere Metalle wie Silber und Kupfer, die Farbe und Haltbarkeit beeinflussen. Weißgold wird wie Gelbgold gestempelt, ein Ring aus 14 Karat Weißgold trägt also ebenfalls den Stempel 585.
Platin und Palladium
Auch Platin und Palladium sind Edelmetalle mit eigenen Stempeln. Platin ist meist mit 950 gestempelt, Palladium mit 500 oder 950. Sie werden seltener für Schmuck verwendet als Gold und Silber.
Ist es Silber oder Weißgold?
Silber und Weißgold können sich sehr ähneln, besonders wenn das Silber rhodiniert ist. Der Stempel verrät den Unterschied sofort: 925 ist Silber, während 333, 375, 585 oder 750 Gold ist. Lesen Sie mehr darüber,
was es bedeutet, wenn Schmuck rhodiniert ist.
Ist es Gold oder vergoldet?
Vergoldeter Schmuck wird nach dem Metall gestempelt, aus dem er besteht, und nicht nach der Goldschicht. Ein goldfarbenes Schmuckstück mit dem Stempel 925 ist daher vergoldetes Silber und kein massives Gold. Lesen Sie mehr darüber,
was es bedeutet, wenn Schmuck vergoldet ist.
Was ist ein Namensstempel?
Schmuck aus Dänemark trägt neben dem Feingehaltsstempel auch einen Namensstempel. Das ist ein kurzer Buchstabencode, der zeigt, welches Unternehmen den Schmuck hergestellt oder importiert hat. In Dänemark ist der Namensstempel bei der offiziellen Edelmetallkontrolle registriert, sodass hinter jedem gestempelten Feingehalt ein verantwortliches Unternehmen steht.
Schmuck aus anderen Ländern kann stattdessen einen Konventionsstempel tragen. Er zeigt, dass der Schmuck in einem Land geprüft wurde, das dem internationalen Übereinkommen über die Prüfung und Bezeichnung von Edelmetallgegenständen angehört.
Ist das Stempeln von Schmuck Pflicht?
Das hängt vom Land ab. In Dänemark müssen Schmuckstücke aus Gold, Silber, Platin und Palladium, die gewerblich verkauft werden, einen Feingehalts- und einen Namensstempel tragen. In Deutschland ist die Stempelung dagegen freiwillig, aber wenn ein Feingehalt gestempelt ist, muss er auch stimmen.
Wo sitzt der Stempel?
Sie finden den Stempel meist auf der Innenseite eines Rings, am Verschluss einer Halskette oder eines Armbands, auf der Rückseite eines Anhängers und am Stift oder auf der Rückseite von Ohrringen. Die Stempel sind klein, eine Lupe oder die Kamera Ihres Handys kann hilfreich sein.
Was, wenn kein Stempel vorhanden ist?
Fehlt der Stempel, ist der Schmuck nicht unbedingt unecht. Der Stempel kann abgenutzt sein, das Stück kann sehr alt oder handgefertigt sein, oder es ist so klein, dass kein Platz für einen Stempel war. Lesen Sie,
wie Sie Ihren Schmuck selbst testen können, oder lassen Sie ihn von einem Goldschmied prüfen.
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